Geschichtsort Stadthaus

Stadthausbrücke 6
20355 Hamburg

Tel. 040/428 131 544
begleitung.geschichtsort.stadthaus@gedenkstaetten.hamburg.de
www.gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/zeige/geschichtsort-stadthaus

Öffnungszeiten:

Montag, 31.10.2022, 15:00 - 19:00 Uhr
Die Dauerausstellung „Das Stadthaus im Nationalsozialismus. Eine Zentrale des Terrors“ kann zur Zeit nicht besichtigt werden. Der „Seufzergang“ ist nur im Rahmen der Führung zugänglich.

Anbindung HVV: Stadthausbrücke: S1, S2, S3
Axel-Springer-Platz: Bus 3


Achtung
Eine Anmeldung zur Führung ist erforderlich: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/

Hinweise zur Barrierefreiheit

Eingang: nicht barrierefrei zugänglich
Museum Erdgeschoss: barrierefrei zugänglich
Museum weitere Etagen: barrierefrei zugänglich / keine weitere Etage vorhanden
WC: nicht barrierefrei zugänglich

Das Stadthaus an der Stadthausbrücke/Neuer Wall, heute die „Stadthöfe“, war bis Juli 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums. In dem Gebäudekomplex waren zentrale Befehlsstellen untergebracht, darunter die des Kommandeurs der Schutzpolizei und zeitweilig des Inspekteurs der Sicherheitspolizei, sowie die Kriminalpolizei- und Staatspolizeileitstellen. Viele Hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren für die Geheime Staatspolizei (Gestapo) und die Kriminalpolizei an diesem Ort tätig. Hier organisierte die Polizei die Verfolgung von politischen Gegnerinnen und Gegnern, Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti, Romnja und Roma sowie weiteren Gruppen. Das Stadthaus war damit eine Zentrale des Terrors und der Gewalt, deren Bedeutung weit über Norddeutschland hinausging. Auch der Kriegseinsatz norddeutscher Polizisten in Polen und in der Sowjetunion und deren aktive Mitwirkung am Völkermord wurden von der Hamburger Polizeileitung im Stadthaus organisiert und mit verantwortet.

Frauen und Männer wurden hier nach ihrer Verhaftung in Kellerräumen unter unwürdigen Bedingungen inhaftiert und mussten bei Verhören brutale Misshandlungen erleiden. Polizisten übten unkontrollierten Terror aus, wie er von der Hamburger NSDAP-Führung erwartet wurde. Sie erzwangen mit „verschärften Vernehmungen“ Geständnisse. Gefangene wurden erniedrigt, gefoltert und in den Tod getrieben. Die Beamten beteiligten sich durch die Einweisungen in Konzentrationslager und Anträge auf „Sonderbehandlung“ an Entscheidungen über Leben und Tod von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern.

Impressionen

SHGL, 2021

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